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OrnamentumOrnamentum – Fine Furnishings

Sandstein-Ornamente: Infos über Material und Handhabung

1. Material Werksandstein

Im Gegensatz zu industriell gefertigten Beton- oder Gipsprodukten werden die Werksandstein-Ornamente in individueller Handarbeit gefertigt. Das Material besteht aus sehr feinkörnigem Sand, der den gleichen Farbton wie der Portland-Sandstein hat sowie speziell entwickelten Bindemitteln. Bei der Verarbeitung werden Sand- und Bindemittel nur leicht angefeuchtet und nicht gegossen, sondern von Hand in Formen gestampft, die meistens von Original-Ornamenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert abgenommen wurden. Durch dieses aufwendige Verfahren wird erreicht, dass sich — im Gegensatz zu den Gussverfahren — praktisch kein Sauerstoff im Material befindet, der während des Austrocknens in Form von Luftblasen auf die Oberflächen entweichen müßte und damit eine nicht gewünschte Löcherbildung bewirken würde. Die Oberflächenstruktur besitzt eine sehr hochwertige Optik — wie die natürliche Oberfläche des Portland-Natursandsteines.

2. Frostfest / Patina

Die Ornamente sind frostsicher. Da das Material nur eine geringe Mindestmenge an Bindemitteln enthält, nimmt es nach dem Aufstellen im Freien durch die Bildung von Moosen und Flechten auf der Oberfläche bald eine reizvolle, erwünschte Patina an, so daß die Ornamente kaum von Originalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu unterscheiden sind. Ungeduldige, die der Natur etwas nachhelfen möchten, können mittels Bestreichen des Ornamentes mit Joghurt oder Buttermilch die Patinierung beschleunigen.

3. Farbtöne

Die Ornamente liefern wir im Standard-Farbton „Portland White“ wie abgebildet. Die Fertigung im Farbton „Bath Yellow“ ist auf Anfrage möglich. Zudem können wir bei Architektur-Ornamenten die Farbtöne an die baulichen/gestalterischen Anforderungen anpassen.

4. Elemente verbinden

Wir empfehlen, Ornamente, die sich aus mehreren Einzelteilen zusammensetzen, aus optischen und/oder Sicherheitsgründen mit Zement oder Zwei-Komponenten-Klebern miteinander zu verbinden (z.B. mit dem Stabilit Kleber von Henkel), bevor Sie das Ornament in die endgültige Position bringen.

5. Ausblühungen / Haarrisse

Gelegentlich kann es je nach Standort, Witterungsverhältnissen und Umwelteinflüssen bei Objekten aus Werksandstein zu temporären Kalk- oder Salzausblühungen kommen, die sich jedoch nach kurzer Zeit zurückbilden. Ggf. können Sie zur kurzfristigen Behebung auch einen handelsüblichen Steinreiniger für Naturstein-Produkte verwenden. Da es sich bei Ausblühungen um einen natürlichen Vorgang und nicht um einen Herstellungsfehler handelt, können wir diese nicht als Reklamationsgrund anerkennen. Gleiches gilt für sehr selten auftretende Haarrisse, welche die Konsistenz, Stabilität und Haltbarkeit des Materiales in keiner Weise beeinträchtigen.

6. Anleitung für Ausbesserungen an Werksandstein-Objekten

6.1. Ausgeschlagene Stellen, Kanten etc.

Sie erhalten von uns bei Bedarf ein Säckchen mit Reparaturmaterial bestehend aus Sand und Bindemittel. Bindemittel (weiß) und Bath-Sand im Verhältnis 1:3 (1 Teil Bindemittel: 3 Teile Sand) gut verrühren und mit wenig Wasser „handfeucht“ mischen.

Die am Objekt auszubessernde Stelle gut anfeuchten, sodann die handfeuchte Masse in kleinen Portionen mit den Fingern auf die angefeuchtete Schadenstelle auftragen. Mit leichtem Fingerdruck entsprechend modellieren und anschließend mehrmals mit einem Schwamm o.ä. vorsichtig anfeuchten. Austrocknen lassen. Durch die Bildung von Alters-Patina ist die ausgebesserte Stelle bald nicht mehr zu erkennen.

6.2. Größere abgebrochene Teile

Mit 2-Komponenten-Kleber (z.B. Henkel Stabilit oder UHU) die Bruchstellen bis ca. 2mm an die Kantenränder bestreichen. Werden die Bruchstellen vollflächig bestrichen, besteht die Gefahr, dass der Kleber beim Zusammenfügen über die Ränder quillt und nach dem Aushärten nur schwer zu entfernen ist. Die bestrichenen Flächen kräftig andrücken, ggf. fixieren und aushärten lassen. Eventuell vorhandene Fugen werden ca. 3 Stunden nach dem Kleben angefeuchtet und mit dem Reparaturmaterial (Mischung wie Pos. 6.1) mit leichtem Fingerdruck geglättet, danach mehrmals mit dem Schwamm anfeuchten und austrocknen lassen.

6.3. Füllen von Haarrissen

Wenn möglich, den Haarriss mit einem Schraubenzieher o.ä. um ca. 2-3 mm vertiefen/verbreitern. Sodann den Haarriss gründlich anfeuchten und das vorbereitete Sand/Bindemittelgemisch wie in Pos. 6.1 beschrieben mit dem Finger gründlich in den Haarriss drücken. Anschließend die Füllung mit einem feuchten Schwamm / Lappen vorsichtig glätten und Haftreste abwischen. Sobald das Objekt seine Alters-Patina angenommen hat, wird die Verfüllung kaum noch erkennbar sein.

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